#Ausland | Die besten Reiseziele Argentiniens

24.03.2017
Studium, Internationales...
Laura

Der Gipfel des Fitz Roy in El Chaltén.

Der Berg Fitz Roy.

Der Gletscher Perito Moreno in El Calafate.

Laura beim Eistrekking auf dem Perito Moreno.

Die Iganzu-Wasserfälle.

Die Garganta del Diablo, der „Teufelsschlund“.

Laura und ihre Freunde beim Rafting in Mendoza.

Die Küste der Península Valdés.

Laura in Purmarca.

Die Salzwüste Salinas Grandes in Jujuy.

Auf der Ruta 40 unterwegs nach Cafayate.

Der Nationalpark Los Cardones in Salta.

Das Örtchen El Chaltén.

Nicht jeder weiß, was Argentinien außer Buenos Aires so zu bieten hat. #Ausland Bloggerin Laura reiste durch Weinregionen und Canyons, Salzwüsten und Gletscherlandschaften – und zu den größten Wasserfällen der Welt.

Patagonien

Patagonien – die geheime Liebe meines Lebens. Nicht nur ich, sondern so gut wie alle die es dorthin verschlägt, kommen mit gespaltenem Herzen zurück. Die frische Bergluft, die Stille, die unglaublichen Gletscherlandschaften, die Anden und die größten Seen, all das wird einem hier geboten.

Mein absoluter Lieblingsort ist El Chaltén, ein kleines, uriges, von Bergketten umgebenes Örtchen am Rande des Nationalparks Los Glaciares. Hier hat man die Wahl zwischen über 10 verschiedenen Trekkingwegen, wobei die beiden begehrtesten wohl die Aufstiege zu den Bergen Fitz Roy und Cerro Torre sind. Die Gipfel sind schon aus kilometerweiter Entfernung erkennbar. Das Beste daran: ganz ohne Eintritte und Touristen-Aufmache sind die Granitgiganten vom Menschen praktisch unberührt.

Wer genug Zeit hat, sollte sich auf keinen Fall die Stadt El Calafate mit dem weltweit einzigen noch wachsenden Gletscher Perito Moreno entgehen lassen. Wir haben gegen einige Pesos eine Eistrekkingtour über den 30 Kilometer langen und flächenmessend 250km² großen Gletscher gemacht. Auch die Halbinsel Valdés, sowie die Stadt Ushuaia als südlichster Ort der Erde und Ausgangspunkt zur Antarktis bieten faszinierende Landschaften. Einige Tage im Nationalpark Torres del Paine hinter der Grenze in Chile dürfen ebenfalls nicht fehlen.

Cataratas del Iguazú – Die größten Wasserfälle der Welt

Die größten Wasserfälle der Welt werden von fast allen Touristen besucht, und nicht zu Unrecht. 275 Wasserfälle, die sich Argentinien und Brasilien teilen, lassen einem das Staunen nicht mehr vergehen. Höhepunkt ist definitiv die Garganta del Diablo (portugiesisch für „Teufelsschlund“) mit seiner 700 Meter langen Schlucht im argentinischen Nationalpark.

Unbedingt sollte man außerdem den Jungle-Trail begehen, für den man ungefähr 4 Stunden benötigt und der mit einem Bad in einer Lagune unter einem kleinen Wasserfall abschließt. Da wir alleine vor Ort waren und zudem auch noch mitten im Dschungel, war das Gefühl diesen Fleck Erde zu entdecken echt der Wahnsinn. Übrigens ist ein Abstecher nach Paraguay in die Ciudad del Este, die zweitgrößte Stadt Paraguays, auch drin, wenn man einen Tag mehr einplant.

Weinregionen Mendoza und La Rioja

Wer nichts über Argentinien weiß, kennt normalerweise zumindest den Rotwein Malbec aus Mendoza. Mit meinen Freunden habe ich die Fahrradtour über die Weingüter in Maipú und die Weinprobe genossen, die Stadt kann aber noch mehr als Wein, zum Beispiel kann man hier Olivenfarmen besichtigen und deren Produkte probieren.

So einiges an Outdooraktivitäten, bei denen für jeden etwas dabei ist, können den Trip gestalten. Wir entschieden uns für Rafting und Abseilen aus 40 Metern Höhe. Wer gerne die Seele baumeln lässt, ist in den heißen Quellen Termas de Cacheuta gut aufgehoben. Mein Tipp für die Stadt selbst ist einen Tag im Parque General San Martín zu verbringen, der ca. 390 Hektar groß ist.

Die Weinregion La Rioja ist vielleicht nicht das erste Ziel für Reisende, aber wer an Canyons und riesigen Nationalparks mit Kondoren interessiert ist, sollte sich selbst überzeugen. Vor allem die beiden Parks Parque Nacional Talampaya und Ischigualasto sind von hier aus nicht weit und ein Besuch lohnt sich.

Provinzen Salta und Jujuy

Salta ist bekannt als „die Schöne“ und macht ihrem Namen auch alle Ehre, jedoch finde ich das Umland viel besser. Das ursprüngliche Argentinien an der bolivianischen Grenze lässt sich hier noch erkennen: Regenbogenberge, traditionelle Küche mit Lama, Alpaka und Quinoasalaten, aber auch extrem verarmte Orte mit einfachen Backsteinhäusern oder Holzhütten findet man hier vor.

Die beeindruckensten Orte sind definitv Tilcara, Humahuaca und Purmamarca, mit seinen Bergen der sieben Farben Cerro de los siete Colores. Humahuaca nutzten wir als Ausgangsort, um mit unserer Schrottkarre in das auf 5.000 Meter liegende Hornocal zu rollen. Die Bergkette Serranía de Hornocal gehört schon zur Hochebene Altiplano und lässt 14 verschiedene Farben erscheinen. Von dort aus ist die Salzwüste Salinas Grandes schnell entdeckt.

Mein Lieblingsteil unserer Reise waren die 10 Stunden im Auto, die wir durch die Nationalparks Quebrada de las Conchas und Parque Nacional Las Cardones bei Cachi auf dem Weg von Salta nach Cafayate tuckerten. Über nicht vorhandene Straßen auf der Ruta 40, der längsten Straße der Erde, fuhren wir über grüne Wiesen und Wälder, kilometerlange Kakteenlandschaften, trockene Steppe und an reißenden Flüssen entlang – genau das Richtige für ein bisschen Adrenalin.

Durch die "Pampa": Córdoba und Rosario

Nach Córdoba und Rosario kamen wir ebenfalls, diesmal mit einem moderneren Auto, aber wieder auf einer stundenlangen Fahrt durch die argentinische Region Pampa (ja, der Begriff kommt daher). Ohne ein einziges Dorf weit und breit, nur durch Grassteppe. Über Rosario, was auf halbem Weg liegt, gelangt man in die Provinz Córdoba. Die gleichnamige Stadt ist die zweitgrößte Argentiniens und wegen ihres vielfältigen, kulturellen Angebots beliebt bei Studenten. Von der Atmosphäre war es wie ein hundertmal kleineres Buenos Aires.

Wer kilometerweite Steppenlandschaften mag, ist zum Trekking im Gebirge Sierras von Córdoba richtig. Das Ziel der Strecke, den Nationalpark Quebrada del Condorito mit seiner Kondorenschlucht, erreicht man in ungefähr eineinhalb Stunden. Mit genug Zeit kann man auf dem Rückweg auch das Kindheitshaus von Che Guevara in Alta Gracia besuchen.

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