AStA kritisiert LAK bezüglich des landesweiten Semestertickets

08.12.2017
Campus-News
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Am 24. November begannen die Verhandlungen zwischen den Studierendenvertretungen und den Verkehrsverbünden zum landesweiten Semesterticket.

"Das landesweite Semesterticket ist eine gute Idee, aber nicht um jeden Preis." Das stellt der AStA der Uni Mainz klar und distanziert sich damit von der Position der landesweiten Studierendenvertretung zu dem geplanten Ticket.

Ende November begannen die Verhandlungen zwischen rheinland-pfälzischen Studienvertretern und der Landesregierung um ein landesweites Semesterticket (Campus Mainz berichtete). Am 4. Dezember veröffentlichte der Allgemeine Studierendenausschuss der Uni Mainz (AStA) in einer Pressemitteilung eine Gegendarstellung.

Darin betonte er, dass es innerhalb der LAK keine einheitliche Position zur Einführung des Tickets gebe. Vor allem in Bezug auf die Finanzierung gebe es Differenzen innerhalb des Verhandlungsteams.

Studierende der JGU sollen nicht für andere zahlen

Dieses zieht die Finanzierung über ein Solidarmodell in Erwägung. Der Mainzer AStA warnt jedoch davor, dass dieses Modell für Studierende der JGU "Mehrkosten ergeben würde, die in keiner Relation zum Nutzen stünden.“ Auf diese Kritik hatte die LAK in einer Pressemitteilung vom 27. November bereits hingewiesen und angekündigt, intern Lösungsvorschläge zu erarbeiten.

Da das Mainzer Studierendenticket bereits einen großen Geltungsbereich abdeckt, befürchtet der AStA Mainz, die Gebietsausweitung werde möglicherweise nicht maßgeblich genutzt. "Wir werden unsere Studierenden nicht zu Zahlmeistern des gesamten Landessemestertickets machen lassen", so AStA-Pressereferent Stephan Weißbach. Er fordert eine Kostendifferenzierung für jede betroffene Hochschule.

Mainzer AStA erhebt Vorwürfe gegen LAK

Der AStA kritisierte zusätzlich, dass die Beschlüsse der LAK nicht ausreichend repräsentativ seien. Das Stimmgewicht der Hochschulen entspreche nicht den jeweiligen Studierendenzahlen, daher fordere er ein "gerechtes Stimmgewicht", das die Anzahl der Studierenden der Hochschulen berücksichtigt.

Zudem wirft er der LAK-leitenden Koordination vor, ihre Amtszeit satzungswidrig verlängert zu haben. Die Koordination wird derzeit noch vom AStA der Universität Trier wahrgenommen, der im Dezember 2016 auf ein Jahr gewählt wurde. Gemäß der Pressemeldung des AStA Mainz hat die aktuelle Koordination ihre Amtszeit durch eine Mitgliederversammlung um drei Monate verlängert, anstatt vorschriftsgemäß nach einem Jahr Neuwahlen anzuordnen. Nach §7 Abs. 4 der LAK-Satzung darf die Koordination maximal 15 Monate im Amt bleiben.

In einem Kommentar unter dem Facebook-Post des Mainzer AStA (Stand: 5.12.2017) räumte die LAK ein, dass es noch keine endgültige Position seitens der LAK zum Solidarmodell gebe. Dies sei jedoch in der Pressemitteilung erwähnt worden und solle in der nächsten Mitgliederversammlung thematisiert werden.

Unter dem Post entfachte eine Diskussion zwischen aktuellen und ehemaligen Referenten des Mainzer AStA, in der sich auch der AStA der Uni Trier zu Wort meldete. Dieser erklärte, dass die ASten der Hochschulen in Landau, Koblenz und Kaiserslautern sowie weitere ASten das landesweite Ticket befürworten. Auch der Campus Germersheim als Teil der JGU wünsche sich bessere Mobilität.

In einer außerordentlichen Sitzung am 8. Dezember berät sich der AStA zur LandesAStenKonferenz.

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