AK Real World Economics Mainz

15.11.2016
Studigruppen, Gesellschaftspolitisch
vp

Hier erlernt ihr Know-how über verschiedene Theorien zur Ökonomik, in Lese- und Diskussionsrunden, von Dozenten, in Seminaren und mehr. Zusätzlich setzen wir uns mit Geschichte des ökonomischen Denkens und Wissenschaftstheorie auseinander.

Real World Economics (ehemals Postautistische Ökonomie) wurde im Jahr 2000 von einer kleinen Gruppe Studenten in Paris ins Leben gerufen. Dabei stellten sie eine Reihe von Forderungen gegenüber dem Lehrplan und somit den Wirtschaftswissenschaften als solche auf.

Die Zeitung „Le Monde“ druckte diese Forderungen ab und trat damit eine landesweite Debatte los. Innerhalb weniger Wochen solidarisierten sich hunderte Studenten und Dozenten mit der Bewegung, sodass der Minister für Erziehungsfragen, Jack Lang, eine Kommission zur Überarbeitung des Universitären Curriculums bildete. Dies weckte das Interesse auch über die Landesgrenzen hinaus.

Weltweit bildeten sich Gruppierungen und Befürworter, wie zum Beispiel „The Cambridge 27“. 
27 Doktoranten der Cambridge University unterzeichneten die Petition „Open up economics“ und unterstützen somit die Initiative. Es gab aber auch Gegenstimmen: Robert Solow und weitere Ökonomen meldeten sich zu Wort und lehnten die Forderung schlichtweg ab.

Der Abschlussbericht der französischen Kommission sprach erste Reformansätze zu, welche nach dem Regierungswechsel nicht umgesetzt wurden. 

Dennoch wurde eine weltweite Dynamik losgelöst. Die Online Zeitung „post-autistic economics reviewer“ hat heute mehr als 17.000 Abonnenten in über 150 Ländern. So ist inzwischen ein weltweites Netz an studentischen Arbeitskreisen und Dozenten entstanden.

In Deutschland wurde der erste Arbeitskreis 2003 in Heidelberg gegründet.

Die Forderungen zielen darauf ab, dass die Analyse ökonomische Prozesse und Interdependenzen, neben dem neoklassischen Paradigma weitere Denkschulen zulässt, um so eine volkswirtschaftliche Problemstellung aus verschieden Blickwinkeln zu beschreiben (Plurale Ökonomik).

Es existieren mannigfaltige Ansätze, z.B. Evolutionsökonomik, Ökologische Ökonomik, Post-Keynesiansiche Ökonomik, kulturelle Ökonomik, Neue Institutionenökonomik, Post-Walrasche Ökonomik, und viele mehr. 
Das Ziel des Arbeitskreises Mainz ist es, sich möglichst frei zwischen den verschiedenen Denkschulen zu Bewegen.

Als Grundlage muss hier erst mal das Know-how über die verschiedenen Theorien erlernt werden. Dies möchten wir mit Lese- und Diskussionsrunden, Einladen von Dozenten, Seminaren, ... , erreichen. 

Neben den verschiedenen Theorieansätzen möchten wir uns mit Geschichte des ökonomischen Denkens und Wissenschaftstheorie auseinandersetzen.

Im Sommer 2012 hat sich der Verein Real World Economics mit anderen Gruppen zum Netzwerk Plurale Ökonomie zusammengeschlossen.

Weitere Infos bekommt ihr hier:
Real World Economics Mainz
Netzwerk Plurale Ökonomik e.V.
eMail: rewoeconomics-mainz@hotmail.de
Facebook:   facebook.com/ReWoEconomicsMainz
Homepage:   www.plurale-oekonomik.de